Soforthilfen für den Lebensunterhalt?

Bei den Soforthilfen für kreative Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen gibt es immer wieder Missverständnisse, darum hier eine kurze Meldung dazu: Die Soforthilfe deckte bislang lediglich laufende Betriebskosten ab, das heißt die Miete für ein Büro oder Atelier, Firmenwagen, Leasing-Verträge – kurzum, alles, was man eben auch als Betriebskosten bei der Einkommenssteuererklärung angibt. So soll gewährleistet sein, dass alle – nach der Corona-Zeit – ihre berufliche Existenz weiterführen können. Die Soforthilfe kann NICHT verwendet werden, um den Verdienstausfall zu kompensieren!! Diesen Verdienstausfall muss man nur im Antrag angeben, um zu dokumentieren, dass dieser corona-bedingt ist, man also beruflich unmittelbar von der Krise betroffen ist. Wer in diesen Zeiten kein oder zu wenig Einkommen  hat, dem wird der vereinfachte Zugang zur Grundsicherung nahegelegt. Diese übernimmt dann die Kosten für die private Wohnung, Nebenkosten wie Strom oder Gas und zahlt dazu einen Grundbetrag für den Lebensunterhalt. Also kurzum: Soforthilfe für alle beruflichen Ausgaben, Grundsicherung für alle privaten Kosten!

UPDATE: Nach zunehmender Kritik an diesem Modell hat sich Bayern nun am 20. April entschlossen, wie in NRW oder Baden-Württemberg, KünstlerInnen für max. 3 Monate 1.000 € Grundeinkommen auszuzahlen. im Mehr Infos  im extra Beitrag vom 6. Mai.